Warum dein Freebie nicht einfach nur ein Download ist, sondern dein erster Kundenkontakt

 

 

Immer wieder stolperst du über den Satz „du brauchst ein Freebie um weitere Kunden anzuziehen“.

Irgendwann hast du dann mal Google bemüht herauszufinden, was ein „Freebie“ überhaupt ist und warum es so wirksam ist, neue Kunden anzuziehen.

Zwischendrin läuft dir auch immer wieder der Begriff 0 €-Produkt über den Weg. Ist das jetzt was ganz anderes, was Ähnliches oder das Gleiche? Fragen über Fragen. In diesem Blogartikel werde ich mal ein bisschen Licht ins Dunkeln bringen.

 

Ein Begriff, viele Namen… Klarheit statt Begriffschaos

 

In der Online-Welt tauchen für ein und dasselbe Konzept immer wieder unterschiedliche Begriffe auf – je nach Plattform, Zielgruppe oder Marketing-Bubble. Was die einen als „Freebie“ kennen, wird von anderen bereits als „0-€-Produkt“, Lead Magnet oder kostenlose Ressource bezeichnet.

Damit es hier im Artikel nicht unnötig unübersichtlich wird, bleibe ich im weiteren Verlauf beim Begriff „Freebie“.

 

Was ist ein Freebie?

 

Ein Freebie ist ein Geschenk an deine Kunden. Aber nicht irgendein Geschenk. Es ist ein kleines Probierstück deiner Arbeit. Kennst du das, wenn du im Supermarkt bist und da gibt es manchmal diese Probierstände mit Käse, Wurst, Brot, oder was auch immer. Wenn dir ein Probierstück besonders gut schmeckt, wirst du es wahrscheinlich kaufen. Ebenso wie weitere Produkte von dieser Marke,weil du ja weißt, dass es gut ist. Genauso ist es hier.

Du bietest also dein Produkt als Probiererle an und dafür tragen sich deine potenziellen Kund*innen in deinen E-Mail-Verteiler ein und bekommen deine E-Mails in denen du ihnen nach und nach deine weiteren Produkte anbietest.

 

 

Ist ein Freebie wirklich kostenlos?

 

Naja, deine Abonnenten bezahlen eigentlich kein Geld, aber sie bezahlen mit ihren Daten bzw. mit ihrer E-Mail-Adresse. Das ist auch der Grund, warum der Gesetzgeber nicht will, dass du dein 0 €-Produkt Freebie nennst.

 

 

Welche Arten von Freebies gibt es?

 

Beispiele von Freebies gibt es unzählige. Ich nenne hier mal die acht häufigsten, die mir immer wieder begegnen.

  1. Checkliste
  2. E-Book
  3. Vorlagen
  4. Fahrplan
  5. Audios
  6. Quizze
  7. Webinare
  8. Challenges

 

 

Vorteile eines Freebies

Erhöhung der Newsletter-Rate

Zum einen kann ein Freebie die Newsletter-Rate stark erhöhen. Menschen lieben Geschenke. So ist der Anreiz auch wesentlich höher sich in deine Kontaktliste einzutragen, wenn es auch noch was dafür gibt.


Expertenpositionierung

Weiter kannst du dich hier als Expertin positionieren. Dein Freebie löst eine konkrete Frage beziehungsweise ein kleines Problem. Wenn deine potenziellen Kundinnen diese Frage oder das Problem mit Hilfe deines Freebies lösen können, dann werden sie sich fragen, wie wertvoll denn dann eine Zusammenarbeit mit dir ist.


Vertrauensaufbau

Menschen kaufen selten von Fremden. Mit einem hilfreichen Freebie zeigst du bereits vor einer Expertise und deine potentiellen Kundinnen kommen bereits durch deine weiterführenden Emails (denn du hast selbstverständlich eine Willkommenssequenz 😊) weiter mit dir in Berührung.

 

Besseres Kennenlernen deiner Zielgruppe

Durch die Anzahl der Downloads und dem Verhalten während sie deine E-Mail Serie bekommen, findest du heraus, welche Themen besonders gefragt sind. Dies ist für dich weiter von Vorteil, da du hieraus künftige Angebote entwickeln kannst. Du kannst deine Content-Ideen dahingehend anpassen und deine Kommunikation optimieren.

 

Was gibt es jetzt bei der Erstellung (d)eines Freebies zu beachten?

Du solltest dir vorab überlegen, welchen Zweck dein Freebie erfüllen soll.  Möchtest du deine E-Mail-Liste mit neuen, potentiellen Kund*innen füllen und ihnen danach ein weiterführendes Angebot anbieten? Oder geht es nur darum deine E-Mail Liste zu füllen?

Du solltest aber nicht einfach ohne Vorüberlegung mit der Erstellung anfangen. Es gibt hierbei einiges zu beachten.

 

1. Kenne deine Zielgruppe

Was sind ihre Probleme und was brauchen sie?

 

2. Passt das Freebie zu deinen weiteren Angeboten?

Deine Kunden sollen schließlich an deine Arbeit und an deine kostenpflichtigen Produkte herangeführt werden.

Es macht daher zum Beispiel wenig Sinn, wenn du ein 0 €-Produkt über das Thema Backen erstellst, wenn du danach nur Produkte übers Kochen anbietest,

 

3. Es sollte EIN dringendes Problem lösen

Meist neigen wir dazu, zu viel auf einmal geben zu wollen. Mach das nicht. Dein Kunde wird damit total überfordert sein. Er möchte ein dringendes Problem von sich lösen und du sollst ihm möglichst einfach und schnell dabei helfen. Wenn er mit deinem Produkt Erfolg mit der Lösung des Problems hat, bleibst du ihm positiv im Gedächtnis.

 

4. Es darf deinen Kunden nicht überfordern

Wie oben schon beschrieben, sollte dein 0 €-Produkt nicht überfordern. Halte es einfach. Es sollte leicht zu konsumieren und umzusetzen sein. Denk dran, deine Kunden haben keine Zeit. Sie müssen schnell und gezielt von A nach B kommen und das ohne Umwege!

 

 

Dein Freebie ist fertig und jetzt?

 

Wie so oft, gibt es mehrere Möglichkeiten und Strategien. Was du aber jetzt auf jeden Fall brauchst, ist ein bisschen Technik.

Du solltest dir nun ein E-Mail-Marketing-Tool aussuchen, dass dein Freebie an deine potenziellen Kund*innen ausliefert.

Wenn du nicht weißt, auf was du bei einem E-Mail-Marketing-Tool achten sollst, schaue doch einfach mal in meine Blogbeiträge rein. Dort gebe ich hilfreiche Tipps, welche Überlegungen du bei deiner Entscheidung berücksichtigen sollst.

Jetzt geht’s aber erstmal hier weiter.

 

Mache Werbung für dein Freebie

Du hast zwar jetzt dein 0 € Produkt, aber keiner weiß davon. Daher solltest du jetzt deine Werbetrommel rühren. Um dein Produkt kostenfrei zu bewerben, kannst du es in deiner Community und in verschiedenen Gruppen bewerben. Du kannst es in deinen Storys bewerben, auf deinem Blog oder falls du doch schon ein E-Mail-Marketing-Tool hast, auch in deinem Newsletter.

Dann hast du noch die Möglichkeit, dies mit bezahlter Werbung zu tun.

 

Wie kommt das Freebie zum potentiellen Kunden?

Du hast jetzt kräftig die Werbetrommel gerührt und es wollen ganz viele das Produkt. Aber wie bekommst du es jetzt möglichst schnell und effizient in den Posteingang deiner Kunden.

Am besten ist es, du erstellt eine Landingpage. Die Landingpage ist eine Seite auf der ein Kontaktformular angelegt wurde. Das einzige Ziel deiner Landingpage ist, dass sich die Leute dort eintragen.

Um sie zu überzeugen, darf diese aber nicht 0 8 15 sein. Am besten erstellst du diese in deinen Branding Farben. Nutze werbewirksame Texte die zeigen, wie dein Produkt ein dringendes Problem deiner Kunden lösen kann. Löse Emotionen aus. Was passiert, wenn die Interessenten dein Freebie geholt haben? Wo steht der Kunde jetzt und was wird sich in seinem Business verändern, wenn er die Inhalte des Freebies umgesetzt hat.

Du kannst dein Anmeldeformular auch zusätzlich in Form eines Pop-ups auf deiner Webseite erstellen. Das Formular ploppt beispielsweise auf, wenn dein Interessent auf der Webseite ist, durch deine Texte scrollen oder wenn er die Seite verlassen will. Dafür benötigst du aber weitere Kenntnisse und ein zusätzliches Programm, weshalb ich hier jetzt auf diese Option nicht weiter drauf eingehe. Bleiben wir also der Einfachheit halber weiter bei der Landingpage.

 

Was kommt nach der Anmeldung?

Deine Interessenten haben sich also eingetragen und bekommen jetzt: erstmal noch nicht das Freebie.

Dem Kunden erscheint nach der Anmeldung ein Hinweis, dass er die Anmeldung noch bestätigen muss. Hierfür solltest du auch eine extra Seite erstellt haben. Es gibt im E-Mail-Marketing-Tool auch ein Standarttext, aber der sieht einfach nicht sehr professionell aus. Diese Seite wird auch Fast-Fertig-Seite genannt. Hier erklärst du dem Kunden genau, was zu tun ist, wenn er deine E-Mail in dein Postfach bekommt oder auch nicht.

In Deutschland gibt es ein Gesetz. Du musst nachweisen, dass sich dein Kunde auch wirklich für dieses Freebie angemeldet hat und nicht irgendjemand seine E-Mail-Adresse missbraucht hat. Daher muss der Kunde nochmal separat bestätigen, dass er es war, der sich bei dir eingetragen hat. Dies nennt man das Dopple-opt-in-Verfahren.

Beachte bei der Bestätigungsmail bitte, dass du keine Werbung machen darfst. Diese E-Mail kannst du recht einfach halten. Aber nutze auch hier für den Wiedererkennungswert am besten wieder deine Branding Farben.

Wenn dein Kunde dann in deiner Mail auf den Bestätigungsbutton klickt, kommt er auf eine Dankesseite.  Auch diese solltest du ansprechend gestalten in deinem Branding. Auf der Dankesseite steht dann, dass er sich erfolgreich angemeldet hat.

Hier hast du jetzt die Möglichkeit, ein Foto oder Video von dir zu hinterlegen, um gleich eine persönliche Bindung aufzubauen. Möglich ist auch, dass du hier ein passendes Miniprodukt (vergünstigt) anbietest. Das Miniprodukt sollte aber passend auf dein Freebie aufbauen.

Du kannst auf dieser Dankesseite auch deine Social-Media-Links hinterlegen, so dass sich deine Kunden dort mit dir vernetzen können.

Aber halt. Was passiert mit dem Freebie? Bekommt das der Kunde auf der Dankesseite? Du könntest es auf der Dankesseite verlinken. Ich rate dir hiervon aber dringend ab.

 

Wo bekommt der Kunde das Freebie her

Nachdem dein Kunde deine E-Mail bestätig hat, kannst du ihm automatisiert eine E-Mail versenden mit Hilfe deines E-Mail-Marketing-Tools. In dieser sogenannten Auslieferungsmail findet dein Kunde dann einen Link, der zu deinem Freebie führt. Das Freebie kannst du vorab bei einem Cloud-Speicher wie Google Drive oder einem anderen Anbieter hochladen.

In der E-Mail hast du dann auch nochmal die Möglichkeit, dich für das Interesse des Kunden zu bedanken. Schreibe auch nicht unüberlegt irgendwas. Schließlich möchtest du bei deinem Kunden in positiver Erinnerung bleiben.

 

Freebie ausgeliefert – Arbeit erledigt

Wie ein Sprichwort schon sagt: „Kontakte soll man pflegen“. Du solltest also nach der Auslieferung weiter in Kontakt mit deinen Kunden stehen. Denn wenn du eine lange Zeit nichts von dir hören lässt und nach Wochen dann wieder eine E-Mail von dir kommt, wird keiner mehr wissen, wer du überhaupt bist und die Kontakte werden sich dann aus deiner E-Mail-Liste wieder abmelden. Dann war die ganze Arbeit für die Erstellung des Freebies umsonst.

Was kannst du also tun? Du hast die Möglichkeit automatisiert in einem von dir festgelegten Abstand eine Willkommenssequenz nach dem Download des Freebies zu versenden.

Was eine Willkommenssequenz ist und warum sie so sinnvoll ist, kannst du in meinem Blogartikel „Was und wozu eine Willkommenssequenz“ nachlesen.

 

 

Abschluss

Du siehst, ein Freebie ist nicht etwas was man unüberlegt erstellt und versendet, in der Hoffnung, dass dann die Kunden scharenweise auf dich zukommen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, eines zu erstellen.

Ich weiß, dass waren jetzt aber eine Menge Informationen. Hast du trotzdem noch weitere Fragen? Dann schreib mir gerne.

Oder sagst du dir ein Freebie erstellen bekommst du hin, aber die ganze Technik wird dir zu viel? Dann melde dich gerne bei mir zu einem Besprechungstermin und wir schauen, wie und wo ich dich unterstützen kann. Gemeinsam schaffen wir das und bringen dein Freebie in die Welt. Ich freue mich dich und dein Business kennenzulernen.

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