Zapier oder Make: Welches Automatisierungstool passt zu deinem Online-Business?

 

 

Du hast dir überlegt deine Prozesse zu automatisieren, überflüssige und wiederkehrende Arbeit auszulagern oder aber auch die Customer Journey möglichst mit wenig Aufwand zu gestalten? Dann bist du bei deiner Recherche bestimmt schon auf die gängigen Tools Zapier oder Make gestoßen. Aber was können diese Tools und welches ist nun besser? Darauf gehe ich in diesem Blogbeitrag ein.

 

Was genau sind Zapier und Make überhaupt?

 

Sowohl mit Zapier als auch Make (ehemals Integromat), kannst du verschiedene Automatisierungen erstellen und diversen Tools miteinander verknüpfen, die keine direkte Schnittstelle miteinander haben. Du kannst zwei oder auch mehrere Tools miteinander verbinden.

Für die Übertragung nutzt Zapier sogenannte Zaps. Bei Make hingegen werden verschiedene Szenarien mit einzelnen Modulen gebaut.

 

Werden Programmierkenntnisse benötigt?

Weder für Zapier noch für Make werden Programmierkenntnisse benötigt


Integrationen

Sowohl Make als auch Zapier bieten eine Vielzahl an Integrationen (Apps) an. Zapier bietet zwar derzeit eine größere Anzahl an als Make, allerdings ist Make hier flexibler, da es ein vorgefertigtes http-Modul anbietet, dass es erlaubt, eine Verbindung zu jeder beliebigen App herzustellen, die eine API anbietet.

 

Vorlagen

Sowohl Zapier als auch Make haben bereits vorgefertigte Zaps beziehungsweise Szenarien. Was heißt das für dich. Du kannst hier suchen, ob es die Automation, die du erstellen möchtest, bereits gibt und füllst sie nur noch mit deinen Daten. 

 

Benutzerfreundlichkeit

Die Oberflächen der beiden Tools könnten unterschiedlicher nicht sein.

Zapier nutzt einen linearen Ablauf. Das heißt, bei Zapier werden nach und nach die benötigten Apps und Funktionen eingefügt. Die Benutzeroberfläche ist sehr intuitiv.

In Make ist das ganze visuell dargestellt. Mittels Drag- und Drop können die einzelnen Tools bearbeitet und verschoben werden. Die Ansicht ist alles in allem übersichtlicher dargestellt und meiner Meinung nach von der Handhabung einfacher und erlaubt auch eine bessere Fehlerbehebung.

 

Preise

 

Zapier bietet vier Preispläne an bei monatlicher Zahlung 

Free: 0 $ /mo
Professional: 19,99 $/mo
Team: 69 $ € /mo
Enterprise: benutzerdefinierter Preis auf Anfrage

Bei jährlicher Zahlung verringern sich die Beträge etwas.

Bereits mit dem kostenlosen Plan hast du Zugriff auf den Editor, unbegrenzte App-Integrationen sowie weitere Funktionen. Zapier berechnet die Kosten pro Zap. In der kostenlosen Variante hast du lediglich 100 Aufgaben/Monat zur Verfügung. So wirst du mit dem kostenlosen Plan schnell an deine Grenzen bei der Automation stoßen. Zudem kannst du hier du lediglich Single-Step-Automationen erstellen, das heißt der Zap hat nur einen Auslöser und eine Aktion. Was heißt das genau? Du kannst lediglich einen Einfachen Prozess erstellen wie z. B. es geht eine neue E-Mail in deinem Postfach ein und der Anhang wird automatisch abgespeichert. Bei komplexeren Automationen könnte man z. B. noch einstellen, dass deine Virtuelle Assistentin per Slack benachrichtigt wurde, dass eine E-Mail eingegangen ist.

 

Bei Make hingegen bietet 5 Preispläne bei monatlicher Zahlung

Free: 0,00 $
Core: 10,59 $
Pro: 18,82 $
Teams: 34,12 $
Enterprise: benutzerdefinierter Preis auf Anfrage

Bei jährlicher Zahlung ergeben sich ebenfalls günstigere Preise.

Bereits im günstigsten Preis hat man 1000 Operationen im Monat, d. h. jede Aktion, die in einem Szenario ausgeführt wird, wird hier berechnet. Hier hast du die Möglichkeit, Operationen zusätzlich in Form von Paketen zu erwerben, ohne dass du den kostenlosen Plan wechseln musst. Hier lohnt sich dann aber der Vergleich mit den anderen Paketen. Durch diese Alternative bietet Make mehr Flexibilität als Zapier.

 

Serverstandort

Arbeitest du lieber mit Tools, die ihren Serverstandort in der EU haben, dann sollte Make deine Wahl sein. Der Server von Zapier hingegen befindet sich in der USA.

 

 

Support und Dokumentation

Make bietet Support sowohl per E-Mail als auch in den Community-Foren an. Die Antwortzeit des Supports variiert je nach Planstufe. Es gibt eine Wissensdatenbank mit einer Vielzahl an Dokumentationen, Einrichtungsanleitungen und Videotutorials.

 

Zapier bietet für alle kostenpflichtigen Pläne Support per E-Mail an. Auch hier variiert die Reaktionszeit je nach Planstufe. Zapier bietet ein umfassendes Help Center an mit einer Vielzahl von Artikeln, Anleitungen und Tipps zur Fehlerbehebung. Ebenso gibt es hier ein Community-Forum zur Untersütztung

 

 

Make vs. Zapier: Vor- und Nachteile

 

Zapier Vorteile

  • Anzahl der Apps: Zapier bietet derzeit (Stand April 2026) +8000 Apps an
  • Code-Ausführung: Auch wenn du für Zapier keine Codes brauchst, kannst du dennoch JavaScript oder Python Code anwenden
  • Kostenloser Einstieg möglich

 

 

Zapier Nachteile

  • Nur einfache Zaps in der kostenfreien Variante möglich
  • Höhere Kosten bei intensiver Nutzung
  • Amerikanisches Unternehmen

 

Gehen wir jetzt noch auf die Vor- und Nachteile von Make ein

 

Make Vorteile:

  • Handhabung der Prozessumstellung eines Workflows wesentlich einfacher.
  • Keine Begrenzung: in Make kannst du beliebig viele Routen in deine Sczenarien einbauen
  • API-Integration: Obwohl Make nur +3000 Integrationen anbietet (Stand April 2026) stehen bei Make mehr API-Endpunkte pro App zu verfügung.
  • Preis: Make ist deutlich kosteneffizienter als Zapier

 

Make Nachteile:

Code Ausführung nur sehr begrenzt möglich, da bei Make das Augenmerk einfach auf No Code liegt

 

Make eignet sich sehr gut für spezifische und komplexe Arbeitsablaufe und bietet zudem noch eine sehr übersichtlich Benutzeroberfläche.

 

Welches Tool ist denn jetzt das richtige?

 

Als Automatisierungsexpertin nutze ich sowohl Zapier als auch Make. Aus diesem Grund kann ich auch beide empfehlen.

Make überzeugt einfach durch seine Flexibilität sowohl in der Preisstruktur als auch im Händling. Außerdem liegen die Server in der EU. Allerdings ist auch nicht außer acht zu lassen, dass Make aufgrund seiner Komplexität eine gewisse Einarbeitungszeit benötigt.

Zapier hingegen ist sehr einsteigerfreundlich. Aufgrund der umfangreichen App-Integration wird es Einsteigern leicht gemacht, Automatisierungen zu erstellen. Allerdings kann Zapier auch sehr kostspielig werden und ist meiner Meinung nach weniger Flexibel für komplexe Automatisierungen.

Ich unterstütze dich sehr gerne bei der Frage, welches Tool für dich und dein Business besser geeignet ist. Oder hast du dich gerade dazu entschlossen, dass du deine Automation doch lieber von jemand machen lassen willst? Dann vereinbare gerne einen Termin. 

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